Vor Vertretern des HDE und der Europäischen Kommission stellte Koen de Jong, Autor und Berater europäischer Handelsmarken-Hersteller, in der vergangenen Woche in Brüssel sein Buch "Private label uncovered" vor. In seinem Buch kommt de Jong zu dem Schluss, dass Handelsmarken insbesondere kleinen und mittleren Produzenten helfen. Damit trat de Jong Befürchtungen der Kommission entgegen, Eigenmarken des Handels schwächten den Wettbewerb zu Lasten kleiner und mittlerer Hersteller.
Auch sei das Geschäft mit Handelsmarken im Vergleich zu Industriemarken wesentlich effizienter. "80 Prozent neuer Industriemarken funktionieren nicht", so de Jong. Der Handel kenne seine Kunden besser. Koen de Jong bestätigt in seinem Buch Ergebnisse einer Studie der EU-Kommission, welche die Universität Wageningen kürzlich vorgestellt hatte. "Eigenmarken bescheren insbesondere mittelständischen Herstellern in den meisten Ländern konstante Gewinne", so der Leiter der Studie, Dr. Frank Bunte.
Auch habe sich bestätigt, dass die Zahl der Marken und Lieferanten weiter wachse. Die Innovationskraft der Konsumgüterindustrie sei nicht gefährdet. Vielmehr steige die Zahl der Produktinnovationen weiter.

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