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Großaktionär weg, Online-Petition, Aktien unter Börsenaufsicht

Olympus weiter in den Schlagzeilen

14.11.2011

Nachdem in der letzten Woche bekannt geworden ist, dass bei Olympus wahrscheinlich über mehrere Jahrzehnte Bilanzen gefälscht wurden, hat einer der Großaktionäre, der Staatsfonds "Government of Singapore Investment Corp." (GIC) aus Singapur, sich entschlossen, nahezu sämtliche Aktien des Kameraherstellers abzustoßen. GIC, nach mehreren Medienberichten einmal Eigentümer von mehr als zwei Prozent der Olympus-Aktien, habe jetzt noch eine "unbedeutende Beteiligung" an dem japanischen Kamera-Hersteller. Dies berichtet der internationale Newsdienst Bloomberg mit Berufung auf eine eMail des Fonds vom 12. November.

Zurzeit kursiert eine Petition eines ehemaligen leitenden Olympus-Mitarbeiters (Koji Miyata) im Internet, man solle den gefeuerten britischen CEO Michael Woodford wieder an Bord holen. Woodfords Rückkehr sei "wesentlich" im Zusammenhang mit einer "schmerzlichen Restrukturierung" des Unternehmens. Diese sei aber nötig, um den japanischen Konzern zu retten.

Auf der Internetseite "Olympus Grassroots" fordert Miyata außerdem, man müsse sich bei dem britischen Manager entschuldigen wegen der "grundlosen falschen Anschuldigungen", die Führungskäfte von Olympus gegen Michael Woodford vorgebracht hätten.

Was im Zusammenhang mit den plötzlichen Abgang des Briten bei Olympus im Oktober geschehen sei, sei genau die Art von politischer Posse, die man mit Bananenrepubliken in Verbindung bringe, wenn unbequeme Wahrheiten ans Tageslicht kommen. "Ob Olympus das Vertrauen der Verbraucher wieder gewinnen kann, wird von der Wiedereinsetzung von Woodford als President des Unternehmens abhängen", so der 70-jährige Miyata, ehemaliger Senior Executive Managing Officer der Olympus Corporation.

Außerdem hat die Tokioter Börse die Aktien der Olympus Corp. seit Freitag als "Wertpapiere unter Aufsicht" gelistet. Mit dieser Maßnahme reagierte die Börse darauf, dass Olympus sich aufgrund der aktuellen Ereignisse nicht in der Lage sah, die Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres (August bis Oktober 2011) bis heute (gesetzlich festgelegter Termin) vorzulegen. Jetzt hat Olympus noch bis zum 14. Dezember Zeit, um den Bericht vorzulegen und damit zu verhindern, dass die Aktien von der Tokioter Börse ausgelistet werden. Die Aktionäre wurden über die Gefahr einer Auslistung informiert.

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