Dank der Zunahme des privaten Konsums und der wettbewerbsfähigen Exportwirtschaft stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt im letzten Jahr um drei Prozent und damit deutlich stärker als bei den meisten europäischen Nachbarn. Dies sorgte für eine merkliche Entspannung am Arbeitsmarkt, die auch in diesem Jahr weiter nachwirkt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen der Deutschen an die Einkommensentwicklung.
Diese positiven Vorzeichen für den privaten Konsum werden allerdings durch die deutlich schlechteren gesamtwirtschaftlichen Prognosen gebremst. Aufgrund der schwächelnden Weltwirtschaft und der hierdurch sinkenden Exporte wird für das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur noch mit einem Anstieg von rund 0,6 Prozent gerechnet. Auch scheint eine schnelle Lösung der Euro- und Staatschuldenkrise nicht in Sicht.
"Die GfK prognostiziert für das Jahr 2012 beim privaten Konsum einen realen Anstieg von 1,0 Prozent. Dank der anhaltend guten Lage am Arbeitsmarkt und der erwarteten Einkommenssteigerungen haben die deutschen Verbraucher Planungssicherheit für größere Anschaffungen. Der Vertrauensverlust in das Finanzsystem fördert zusätzlich den Trend zu werthaltigen Anschaffungen. Der private Konsum liefert damit einen stabilen Beitrag zur Konjunktur und verhindert ein Abgleiten in die Rezession", erläutert Matthias Hartmann (Foto), Vorstandsvorsitzender der GfK.

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