Trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Krisenstimmung ist der Start ins neue Jahr geglückt: Mit einem Umsatzwachstum von 3,2 Prozent setzt der Marktindex der GfK, der so genannte "TEMAX" für das erste Quartal ein positives Zeichen. Während die Märkte der Unterhaltungs-Elektronik, der Elektroklein- und -großgeräte und Informations-Technologie gute Zuwächse verzeichnen, ist das Bild bei Office Equipment & Consumables (Bürogeräte und Verbrauchs-Materialien), TK und Foto weiterhin getrübt.
Der Gesamtmarkt für die im GfK TEMAX erhobenen Elektrogeräte betrug im ersten Quartal dieses Jahres 10,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Umsatzzuwachs von 3,2 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit dreht der GfK TEMAX im ersten Quartal des Jahres nach zuletzt zwei negativen Quartalen wieder deutlich ins Plus. Angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage, so die Marktforscher, ein "bemerkenswertes Ergebnis".
Scheinbar unbeeindruckt von der Krise marschiert die Unterhaltungselektronik mit einem Wachstum von 9,5 Prozent voran. Auch die Elektrokleingeräte gewinnen mit 6,2 Prozent hinzu, gefolgt von der Informationstechnologie (IT) mit 4,8 Prozent und den Elektrogroßgeräten mit 4,5 Prozent. Hingegen verliert das Segment Office Equipment & Consumables (Bürogeräte und Verbrauchsmaterialien) mit 3,6 Prozent an Wert, was noch moderat ist, denn bei den Telekommunikationswarengruppen sind es schon 6,5 Prozent.
Der Fotobereich bildet mit einem Umsatzrückgang von 6,8 Prozent das Schlusslicht in diesem Quartal. Allerdings ist das Ergebnis auch dem Umstand geschuldet, dass Ostern, was üblicherweise die Verkäufe von Fotoartikeln positiv beeinflusst, im letzten Jahr in den März fiel und somit im ersten Quartal enthalten war, während die Osterkäufe dieses Jahr erst im zweiten Quartal zu finden sein werden. Zudem drückt der Preisverfall bei digitalen Kompaktkameras wie auch bei digitalen Spiegelreflexkameras die Umsätze ins Negative. So werden inzwischen vermehrt preisgünstige Einsteigermodelle bei Spiegelreflexkameras nachgefragt.
Ein Gegentrend durch die Verbreitung von Spiegelreflexkameras ist ein wachsender Bedarf bei Zubehörwarengruppen, also bei Wechselobjektiven, Stativen, Taschen, Blitzen, die zweistellig zulegen konnten. Ein weiterer Lichtblick sind die Wochenauswertungen für Digitalkameras, die im April einen positiven Trend zeigen und Anlass zur Hoffnung auf eine sich stabilisierende Marktentwicklung geben.

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