Die vorausgesagte Abschwächung des Konsumklimas ist laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zu Beginn des neuen Jahres eingetreten. Der Konsumklimaindikator prognostiziert nach revidiert 8,5 Punkten im Januar einen Wert von 4,8 Punkten für Februar dieses Jahres. Der Steuerschock und die durch die Mehrwertsteuererhöhung bereits im Dezember vorgezogenen Einkäufe haben die Anschaffungsneigung im Januar drastisch gesenkt. Dagegen wird die Einkommenserwartung im Vergleich zum Vormonat weniger pessi-mistisch eingeschätzt. Auch die Konjunkturerwartung entwickelt sich weiter erfreulich positiv und hat ihren Spitzenwert aus dem Dezember 2006 sogar noch leicht übertroffen.
Es ist laut GfK davon auszugehen, dass es sich bei dem extremen Rückgang der Anschaffungsneigung um einen vorübergehenden Effekt handelt. Ein Indiz hierfür ist die Tatsache, dass dieser Indikator die Einkommenserwartung nicht negativ beeinflusst hat. Letztere hat sich im Januar im Vergleich zum Vormonat sogar spürbar erholt, wenn auch das Niveau noch verbesserungswürdig bleibt. Hinzu kommt ein psychologischer Faktor. Wiederholt wurde in den vergangenen Monaten darauf hingewiesen, dass die Konsumneigung durch die anstehende Mehrwertsteuererhöhung deutlich überzeichnet war. Mit der Steuererhöhung sank die Kauflaune und die Konsumenten zeigen momentan eine ausgeprägte Reaktion in die andere Richtung.
Bedingt durch die vorgezogenen Einkäufe Ende vergangenen Jahres sowie dem höheren Mehrwertsteuersatz hat sich die Konsumneigung der Bundesbürger schlagartig verschlechtert. Der Indikator verliert im Januar dieses Jahres 65 Punkte und stürzt auf -5,1 Punkte ab. Dies ist der stärkste Rückgang des Indikators innerhalb eines Monats seit Beginn der monatlichen Erhebungen im Jahre 1980. Im Vorjahresvergleich beträgt das Minus gut 25 Punkte.
Im Verlauf des letzten Jahres hatte sich die Konsumneigung aufgrund der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung zunehmend von dem generellen Stimmungsbarometer – und hier vor allem von den Einkommensaussichten – abgespalten. Nach der nun erfolgten Steuererhöhung wird das ursprünglich überzeichnete Stimmungsbild sehr stark unterzeichnet. Es herrscht unter den Konsumenten zurzeit noch erhebliche Verunsicherung darüber, wie sich die höhere Konsumsteuer tatsächlich auf die Preise ausgewirkt hat. Solange sie keinen ausreichenden Überblick über das konkrete Ausmaß der Preiserhöhungen haben, werden Anschaffungen zurückgehalten.
Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei dieser ausgeprägten Reaktion um einen vorübergehenden Effekt handelt. Zudem ist es eine isolierte Entwicklung, die im Widerspruch zur stabilen Entwicklung der anderen Stimmungsgrößen steht. "Es ist davon auszugehen, dass diese negativ überzeichnete Konsumneigung relativ rasch korrigiert werden kann, wenn die Verunsicherung weicht", so die GfK.

Einkaufsführer und komplette Marktübersicht über alle in Deutschland angebotenen kompakten Schnelllabors.Übersichtlich in bebilderten Checklisten geordnet. Mit den aktuellen Geräteneuheiten, Informationen zum Markt und zu Fragen rund ums MINILAB-Marketing.