Neue Höchstwerte bei Energiepreisen, stärker werdende Rezessionsängste sowie das Wiederaufflammen der Finanzmarktkrise haben die Verbraucher stark verunsichert. Die Konjunktur- und Einkommensaussichten mussten deutliche Verluste hinnehmen, während die Anschaffungsneigung nur leicht fällt. Folglich prognostiziert das Konsumklima für August einen Wert von 2,1 Punkten nach revidiert 3,6 im Juli. Dies ist der niedrigste Wert seit Juni 2003.
Höchstwerte bei den Preissteigerungsraten, ausgelöst in erster Linie durch die explodierenden Energiepreise, lassen die Verbraucher zunehmend um ihre Kaufkraft fürchten. Folglich brach die Einkommenserwartung im Juli regelrecht ein. In deren Sog muss auch die Konjunkturerwartung deutliche Einbußen hinnehmen, zumal die Rezessionsängste stärker werden und auch die Finanzmarktkrise bei weitem noch nicht überwunden scheint. Die Sorge um die Kaufkraft lässt zudem die Anschaffungsneigung erneut nachgeben, wenn auch deutlich gemäßigter als die Einkommensaussichten.
Die Konjunkturerwartung musste im Juli mit einem Minus von 15,5 Punkten erneut hohe Einbußen verkraften. Aktuell wird ein Wert von -8 Punkten gemessen. Zuletzt war im November 2005 ein ähnlich niedriger Wert zu verzeichnen. Neben der hohen Inflation fürchten viele Bundesbürger offenbar, dass sich die Konjunktur in Deutschland spürbarer abkühlen dürfte als bislang erwartet.
Meldungen aus den USA, wonach die Finanzmarktkrise bei weitem noch nicht ausgestanden scheint, stützen diese Annahmen. Schließlich sorgt der anhaltend hohe Euro für eine Gefährdung der Exportdynamik.

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