Bei einem kürzlich stattgefundenen Treffen der Rundfunkreferenten der Länder mit den Justiziaren von ARD und ZDF signalisierten die Rundfunkreferenten grundsätzlich ihr Einverständnis für eine reduzierte GEZ-Gebühr für Internet-PCs in Höhe der bisherigen Radioabgabe von monatlich 5,52 Euro. Die ARD favorisiert nach eigenen Angaben das GEZ-Sparmodell für Internet-PCs schon seit einiger Zeit, habe sich darauf aber nicht festgelegt. Dies sei allerdings ein Weg, wie man aus der Situation, in die man hineingeschlittert sei, wieder herausschlittern könnte. Als reiner Fernsehsender befürchtet das ZDF hingegen, von der Radiogebühr nichts abzubekommen.
Nach den aktuellen Gesprächen sind die öffentlich-rechtlichen Sendern jetzt aufgerufen, sich über die Höhe der GEZ-Gebühren zu einigen und einen Verteilungsschlüssel zu finden, den auch das ZDF akzeptieren kann. Nach Ansicht von Branchenkennern entspricht eine Drittelung der Internet-Gebühr für Computer viel mehr der Nutzungs-Realität öffentlich-rechtlicher Angebote im Internet.
In der Zwischenzeit hat sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) gegen Rundfunkgebühren für internetfähige Computer ausgesprochen und fordert ein zeitlich befristetes Moratorium. Damit wolle man Zeit gewinnen, damit man die gesetzlichen Regelungen im Interesse aller Beteiligten überarbeiten und dem aktuellen Stand der Technik anpassen könne.

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