Dank der großen Nachfrage bei Mini-Notebooks (besser bekannt als Netbooks) konnte der Consumermarkt im Bereich der mobilen PCs im vierten Quartal 2009 ein Absatzwachstum von 12 Prozent verzeichnen (im Vgl. zum Vorjahreszeitraum). Damit handelte es sich bei jedem dritten mobilen PC, der von Oktober bis Dezember käuflich erworben wurde, um ein Netbook.
Aufs Jahr gesehen, legte das gesamte PC-Segment bei einem Absatz von 12,7 Millionen um 4,2 Prozent gegenüber 2008 zu. Dennoch sehen die Analysten von Gartner keine wirkliche Entspannung für das Segment: „Trotz wachsender Volumina litt der PC-Markt in Deutschland 2009 an fallenden Umsätzen: Insgesamt gingen die Endverbraucherausgaben um zehn Prozent zurück“, so Meike Escherich, bei Gartner UK für die Beobachtung des deutschen Marktes zuständig. „Sollte diese Tendenz anhalten, ist mit weiteren Konsolidierungen im deutschen PC-Markt zu rechnen.“
Die Top-Positionen im deutschen Markt sehen laut Gartner wie folgt aus: An der Spitze stand im vierten Quartal Acer, der Erfolgsbringer waren hier günstige Notebooks der Mittelklasse und eine starke Performance bei Netbooks. Was des einen Freud, ist des anderen Leid: HP, vor allem im Desktop Segment für professionelle User gut aufgestellt, litt unter dem verhaltenen Ausgabeverhalten deutscher Firmen in Sachen Informationstechnologie. Dies könnte sich laut Meike Escherich jedoch im zweiten Halbjahr wieder ändern.
Überhaupt soll 2010 für die PC-Industrie wieder ein „starkes Jahr“ werden. Leistungsstarke Desktops, Netbooks, preisgünstige Notebooks und nicht zuletzt die neuen Tablet PCs könnten dem Markt neuen Schwung geben (siehe auch in diesem Heft ab Seite 36).

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