Cineastische Großereignisse oder auch sportliche Events wirken sich in der Regel positiv auf den Fernseh-Bereich aus. Kein Wunder, dass Sony durch die Fußball-WM in Deutschland das Geschäft mit 3D-Fernsehern pushen will, beispielsweise durch Spiele in 3D im Kino. Doch gegenwärtig scheint in den Sternen zu stehen, ob und in welcher Form die von Sony im Verbund mit der Fifa geplante 3D-Übertragung verschiedener WM-Spiele in deutschen Kinos überhaupt stattfinden wird. Grund: Nach Testvorführungen bekundete etwa der Nürnberger Kinobetreiber Wolfram Weber sein Desinteresse, so die Fachzeitschrift "Blickpunkt:Film". Und die Kinogruppe Cineplex gab ihren Mitgliedern die Empfehlung, auf eine Übertragung der WM-Spiele in 3D zu verzichten.
Ursache für die Reaktion seitens der Kino-Unternehmen ist die vergleichsweise schlechte Bildqualität der von Sony und Fifa bevorzugten Darstellungstechnologie "Sensio". Anders als bei dem so genannten Shutter-Verfahren, bei dem in rasanter Folge die Bilder für das rechte und linke Auge abwechselnd gezeigt und durch eine elektronische Brille gefiltert werden, setzt "Sensio" auf die Side-by-Side-Darstellung. Das heißt: Beide Bilder werden gleichzeitig in ein Bild integriert und erst durch die Brille wieder getrennt. Dadurch reduziert sich zwar einerseits die Datenmenge sowie der technische Aufwand, aber auch die Qualität erheblich. Denn durch die gleichzeitige Darstellung stehen für das rechte und das linke Bild nur die Hälfte der Bildpunkte zur Verfügung.
Auch Cinestar und Cinemaxx konnten nach verschiedenen Berichten nicht mit "Sensio" überzeugt werden, hoffen und warten aber noch auf eine qualitativ bessere Lösung, bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen wollen.

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