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Fujifilm: Zuwächse im Bereich Industrie, Rückgang bei Consumer-Produkten

10.01.2005

Die Entwicklung der Fuji Photo Film (Europe) GmbH zeigt derzeit ein zweigeteiltes Bild. Während bei Consumer Produkten leichte Rückgänge hingenommen werden müssen, gibt es in den Industriebereichen trotz rückläufiger Marktentwicklung gesunde Zuwächse. Zwar sei die deutsche Tochtergesellschaft des weltgrößten Fotokonzerns seit Jahren auf den raschen Wandel in der Imaging Branche eingestellt‚ so Geschäftsleiter Helmut Rupsch bei einem Pressegespräch, jedoch habe das Überangebot bei Digitalkameras das Deutschlandgeschäft spürbar beeinträchtigt. Im abgelaufenen Jahr sei es vor allem bei der Hardware schwierig, profitable Geschäfte zu machen. Man setze auf Qualität statt Quantität, was aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll sei. Positiv wird die Entwicklung im Bildergeschäft beurteilt. Hier gibt es deutliches Wachstum und ungenutzte Potenziale. Allein im Jahr 2004 wurden zwei Milliarden Fotoabzüge von digitalen Quellen erstellt, eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Fujifilm partizipiert an diesem Trend in Form digitaler Minilabs der Frontier-Serie, dem zugehörigen Fotopapier, Terminals zur Annahme von digitalen Daten sowie eigenen Laboren als Tochtergesellschaft des Konzerns. Im Bereich Druckvorstufe und Medizintechnik konnten trotz schwieriger Rahmenbedingungen und rückläufiger Märkte deutliche Umsatzzuwächse erzielt werden. Insgesamt muss für das am 31. März ablaufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich gerechnet werden. Die Fuji Photo Film (Europe) GmbH schreibt dabei aber schwarze Zahlen. Im Consumer-Bereich richten sich besondere Erwartungen auf das Bildergeschäft, das im Unterschied zum Kameraverkauf permanente Umsätze und Kundenbindung verspricht. Besondere Zukunft hat das Produktsegment Minilab mit der Serie Frontier. Das Wachstum im Bildergeschäft sei gigantisch‚ so Rupsch. Jedoch sei die Infrastruktur zum Erstellen von Digitalkamera-Fotos ist noch nicht ausreichend. Auf 35.000 Annahmestellen für Fotos vom Film kommen erst rund 11.000 Annahmestellen für Digitalfotos.

Das Unternehmen hat sich seit mehr als 20 Jahren auf den Durchbruch der Digitaltechnik eingestellt und sieht sich für die Zukunft gut gerüstet. In der Medizintechnik erfolgt der Übergang vom Röntgenfilm zur computergestützten Radiographie bis hin zur digitalen Patientenakte im Krankenhaus. Im Bereich der Druckvorstufe werden Film und Druckplatte ergänzt um Computer to Plate (CTP), Colour-Management und On-Demand Printing Systeme. Entsprechend erfolgt die Umstellung vom klassischen Fotofilm auf die digitale Fotografie. Die Ausrichtung des Konzerns auf die geänderten Marktbedingungen findet im Rahmen der Mittelfristplanung Vision 75 statt, nach der Investitionen in strategisch wichtige Bereiche und Wachstumsmärkte vorgenommen werden. Die solide finanzielle Lage des Konzerns und zielgerichtete Investitionen in die Forschung sollen für anhaltendes Wachstum sorgen.

Die Medizin- und Drucktechnik verzeichnen trotz widriger Rahmenbedingungen steigende Umsätze und liefern einen positiven Deckungsbeitrag. Im Druckgeschäft vergrößerte sich der wichtigste Geschäftsbereich der CTP-Platten im Vergleich zum Vorjahr um rund 40%. Ebenfalls positiv verläuft die Entwicklung im Electronic Imaging und Digital Proof. Künftiges Wachstum soll ergänzend über Beratungsleistungen, digitale Drucktechnik und neue Partnerschaften realisiert werden. Im Medizingeschäft ergeben sich vielversprechende Chancen etwa bei der digitalen Radiographie, digitalisiertem Röntgen und anderen Systemen. Auch sind eigene web-basierte Technologien zum Austausch, zur Bearbeitung und Archivierung von Patientendaten im Radiologie- und Klinikumfeld wichtiger Bestandteil des Geschäftes geworden und werden weiter ausgebaut. Ein vollkommen neuer Bereich Lifescience wird zur Zeit aufgebaut. Der europaweite Vertriebsstart mit Produkten zur Analyse von DNA beginnt noch im zweiten Quartal des Jahres.

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