Wie das Wissenschaftsmagazin Technology Review Online berichtet, haben Forscher an den Sandia National Laboratories im kalifornischen Livermore erstmals Komponenten aus Kohlenstoffnanoröhrchen konstruiert, die Licht des gesamten sichtbaren Spektrums nachweisen können. Die winzigen Bauteile könnten zahlreiche Anwendungsbereiche abdecken – von Solarzellen, die mehr Licht absorbieren über Minikameras, die auch unter sehr schlechten Lichtbedingungen arbeiten, bis hin zu verbesserten künstlichen Netzhäuten.
Bisherige CCDs in Digitalkameras wandeln Licht in elektrische Signale um. Lichtsensoren aus Kohlenstoffnanoröhrchen arbeiten dagegen ähnlich wie biologische Augen, berichtet das Magazin. Basis sind so genannte Chromophoren in drei Varianten (für rot, grün und blau), Moleküle, die ihre Form in Reaktion auf bestimmte Lichtwellenlängen verändern. Diese Formveränderung sorgt für eine Ausrichtungsänderung innerhalb des Nanoröhrchens. Dadurch wird die Leitfähigkeit beeinflusst. Aus dem resultierenden Wert lassen sich Farbe und Intensität des Lichtes ablesen.

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