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Euronics wächst trotz unsicherem Marktumfeld

07.09.2009

Die Verbundgruppe Euronics International hat im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 14,4 Mrd. Euro erzielt. Die Kooperation verzeichnet damit 2008 ein beachtliches Wachstum von 14,3 Prozent. Im Vergleich dazu musste der europäische Gesamtmarkt im vergangenen Jahr ein Minus von fünf Prozent hinnehmen. Die Mitglieder von Europas größter Verbundgruppe sind bis jetzt in höchst unterschiedlichem Maße von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise betroffen. Während die Umsatzentwicklung 2009 in Deutschland, Frankreich oder Italien teilweise sogar leicht über Vorjahresniveau liegt, verzeichnen bspw. Spanien, Großbritannien und einige osteuropäische Mitglieder deutliche Einbrüche.

„Die stark unterschiedliche Umsatzentwicklung gleicht einer Wellenbewegung. Nicht alle europäischen Länder sind zu gleicher Zeit, in gleichem Maße von den Folgen der Wirtschaftskrise betroffen, dies gilt natürlich auch für unsere Mitglieder. Grund hierfür sind die bedeutenden Unterschiede in den lokalen Marktstrukturen und Konsumentenpräferenzen“, erklärt der Geschäftführer von Euronics International, Klaus Lahrmann.

So war beispielsweise Spanien in den vergangenen fünf Jahren ein Land mit den größten Wachstumsbereichen, aktuell seien die Spanier aber besonders stark von der negativen Entwicklung getroffen. „Die Abhängigkeit der Konsumenten vom Immobilienmarkt, der im momentanen Finanzumfeld am härtesten leidet, sehen wir hier als einen der Hauptgründe“, so Lahrmann. Spanien verzeichnete laut der aktuellen GfK-Zahlen für den CE-Markt im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zu 2008 einen Rückgang von 15 Prozent; auch Großbritannien lag im selben Zeitraum mit etwa 17 Prozent im Minus. „Eine Hauptursache für die Umsatzeinbußen bei unseren Mitgliedern wird auch in vielen Fällen der massive Preisverfall sein, nicht aber ein Einbruch bei der Nachfrage.“ In Großbritannien hatten darüber hinaus starke Wechselkursschwankungen zu dem starken Minus beigetragen.

„Unabhängig von der weltweiten Finanzkrise bleibt der europäische Markt für Consumer Electronics und Haustechnik geprägt von einem intensiven Wettbewerb mit hohem Druck auf Preise und Margen." Euronics International habe die richtigen Antworten auf die Qualitätsorientierung und den Preisverfall in der europäischen Konsumgütergesellschaft gefunden. "Die Weichen für einen auch in Zukunft erfolgreichen Marktauftritt in Europa sind gestellt“, so Werner Winkelmann, Präsident der Gruppe, auf der IFA in Berlin. In 2009 werde der gesamte europäische CE Markt deutliche Umsatzeinbußen verkraften müssen. Euronics International sei angesichts der weltweiten Krise gut aufgestellt, muss in 2009 aber ebenfalls mit insgesamt sinkenden Umsatzzahlen rechnen. "Wir gehen optimistisch in das entscheidende Jahresendgeschäft und werden unsere führende Marktposition in Europa behaupten“, so Winkelmann überzeugt.

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