Die Metro Group blickt in eigenen Worten auf ein "solides" erstes Halbjahr zurück. Dabei konnte das internationale Handelsunternehmen einen um 2,4 Prozent auf 31,2 Milliarden Euro gewachsenen Umsatz für das erste Halbjahr 2010 vermelden.
In Deutschland hingegen lag der Umsatz in der ersten Jahreshälfte insbesondere aufgrund von Standortabgaben unter dem Vorjahresniveau und sank um 1,4 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro (Umsatzrückgang bereinigt: -0,3 Prozent). Das zweite Quartal war maßgeblich durch die Verschiebung des Ostergeschäfts gekennzeichnet. Darüber hinaus beeinträchtigte eine ungewöhnlich kalte Witterung die Umsatzentwicklung im April und Mai in einigen Warengruppen. Die Umsatzentwicklung im Lebensmittelbereich war weiterhin – wenn auch abnehmend – durch deflationäre Tendenzen gekennzeichnet.
Demgegenüber entwickelte sich der Umsatz mit Unterhaltungselektronik im Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft "erfreulich", so das Unternehmen. In der Folge zeigten Media Markt und Saturn erneut starkes Umsatzwachstum und bauten, so die Metro Gruppe, ihre Marktführerschaft weiter aus. Besonders gefragt seien Fernsehgeräte und Elektrogroßgeräte gewesen, und gerade das zweite Quartal hätte aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft eine spürbare Umsatzbelebung gezeigt.
Der Umsatz von Media Markt und Saturn stieg im ersten Halbjahr um 7,6 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. Währungsbereinigt legte der Umsatz um 6,2 Prozent zu. Auf vergleichbarer Fläche erzielte Media Markt und Saturn in einem "nach wie vor schwierigen konjunkturellen Umfeld", so Metro, einen Umsatzzuwachs von 0,7 Prozent.
In Deutschland erreichte der Umsatz im ersten Halbjahr 2010 mit 4,2 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert (+1,8 Prozent). Flächenbereinigt legte der Umsatz um 0,4 Prozent zu. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 4,0 Prozent beziehungsweise um 2,9 Prozent auf vergleichbarer Fläche.
Was die Ergebnisentwicklung betrifft, verzeichnet die Metro Group insgesamt eine deutliche Besserung im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. So wuchs das betriebliche Ergebnis (EBIT) um 67 Millionen Euro auf 369 Millionen Euro (1. Halbjahr 2009: 302 Mio. Euro).
Betrachtet man MSH für sich alleine, so betrug das EBIT hier 118 Millionen Euro (H1 2009: 131 Mio. Euro) und war damit rückläufig. Grund: Eine gute Entwicklung des Rohertrags konnte insbesondere im zweiten Quartal 2010 gestiegene Werbeaufwendungen und Anlaufkosten nur zum Teil kompensieren. Diese Anlaufkosten beinhalten Aufwendungen für den bevorstehenden Markteintritt in China, außerdem den Aufbau des Online- und Eigenmarkengeschäfts. Vor Sonderfaktoren lag das EBIT im ersten Halbjahr dieses Jahres bei 123 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 133 Mio. Euro).

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