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DUH: "Altgeräte-Rückgabe hat noch Potenziale"

18.12.2007

Verbraucher haben es in Elektro- und Baumärkten in vielen Fällen noch immer schwer, ihre alten Elektrogeräte loszuwerden. Lediglich in acht von 75 getesteten Elektromärkten und Baumärkten werden die Verbraucher deutlich über die Rückgabemöglichkeiten informiert, hat die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) bei Testbesuchen festgestellt. Immerhin waren dann 62 der 75 besuchten Geschäfte nach direkter Nachfrage potenziell bereit, ausrangierte Elektrogeräte zurückzunehmen. In 20 untersuchten Filialen konnten Verbraucher ihr Gerät jedoch nur dann im Geschäft lassen, wenn sie ein neues Elektrogerät dort kaufen.

"Die Angestellten in den Geschäften waren über die Frage nach Rückgabemöglichkeiten von Elektrogeräten meist zunächst überrascht. In den Elektromärkten konnten wir auf direkte Nachfrage dann aber in der Regel Altgeräte zurückgeben. Allerdings war die Rücknahme in den Baumärkten oft sehr widerwillig", hat Maria Elander, Projektleiterin Kreislaufwirtschaft bei der DUH, festgestellt. "Die Zurückhaltung bei der Altgeräte-Rücknahme ist sehr bedauerlich - vergeben doch die Händler damit die Chance, den Kunden einen kundennahen Umweltservice zu bieten. Die positiven Erfahrungen der Vorreiter zeigen, dass keiner befürchten muss, als Müllhalde missbraucht zu werden. Vielmehr honorieren die Verbraucher das Angebot", sagt Elander.

Sie fordert den Handel auf, gerade jetzt in der Weihnachtszeit, die Bereitschaft für eine umweltfreundliche Entsorgung deutlich zu zeigen. Denn auch in diesem Jahr werden elektrische und elektronische Geräte zu den beliebtesten Geschenken gehören und die Verbraucher nach Weihnachten ihre alten Geräte in großen Mengen entsorgen wollen.

"Gerade dort, wo die neuen Elektrogeräte gekauft werden, sollte es für den Verbraucher die Möglichkeit geben, alte Geräte zurückzugeben und so unkompliziert und kostenlos einen Beitrag zur umweltgerechten Entsorgung zu leisten", sagt Maria Elander. Die vom Handel gesammelten Geräte können nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz kostenlos bei den jeweiligen Kommunen abgeben werden.

Auch über anderthalb Jahre nach Einführung der Rückgabepflicht für die Verbraucher ist der Handel aber noch zu zögerlich in der Bereitschaft, Elektroaltgeräte zurückzunehmen. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Befragung von 2.000 Elektrohändlern und Baumärkten und 75 Testbesuchen.

Die Rücknahmebereitschaft ist extrem uneinheitlich und selbst Filialen eines Unternehmens verfahren nicht identisch. So nehmen zwar viele Filialen Geräte zurück, manche erheben bei der Rückgabe im Laden aber eine gesetzlich nicht erlaubte Gebühr in Höhe von fünf Euro; lediglich bei Abholung der Altgeräte aus dem jeweiligen Haushalt ist eine Transportgebühr möglich. Andere Geschäfte knüpfen die Rücknahme direkt an den Neukauf eines Gerätes.

Während Elektrohändler in der Regel auf direkte Nachfrage alte Geräte zurücknehmen, ist die Rücknahme in den meisten Baumärkten zumeist sehr zögerlich. Dabei sind die Erfahrungen der Händler, die eine unkomplizierte Rücknahme anbieten, durchweg positiv. Sie verstehen ihr Angebot als Teil des Services, der von den Kunden gern angenommen wird, hat die Auswertung der DUH-Fragebögen im Handel ergeben.

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