Wie das Handelsblatt berichtet, droht der insolventen Agfa Photo GmbH nach Ansicht der Arbeitnehmervertretung die Zerschlagung. Denn auffällig sei, dass nur für einen Teil der Konzerngesellschaften beim Kölner Amtsgericht das Insolvenzverfahren beantragt worden sei. Wie Frank Löllgen, Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie und Aufsichtsratsmitglied der Agfa Photo GmbH berichtet, seien nur die für die Produktion verantwortlichen Unternehmensteile insolvent. Die Produktionstochter, für die am 20. Mai der Insolvenzantrag in Köln einging, beschäftigt 2.400 Mitarbeiter, zum einen im Leverkusener Stammwerk sowie in vier weiteren Produktionsstätten in Deutschland. Die Agfa-Photo-Holding hingegen, die sowohl die Markenrechte hält als auch den Maschinenpark besitzt, ist von der Insolvenz anscheinend nicht betroffen und kann so weiter ungehindert am Markt agieren. Von der Insolvenz ebenfalls nicht betroffen ist die Vertriebsgesellschaft Agfa-Photo Germany GmbH. Auch die übrigen 32 Ländervertriebsgesellschaften wurden nicht beim Amtsgericht als insolvent gemeldet. Über diese Firmen kann die Marke Agfa also uneingeschränkt weiterhin genutzt werden. Durch die Insolvenz gefährdet sind hingegen die Produktion von Fotofilmen, Papieren, Chemikalien und Minilaboren. Die dortigen Mitarbeiter warten laut Handelsblatt immer noch auf die Gehälter für den Monat Mai, das sind insgesamt rund neun Mill. Euro. Der neue Hauptgesellschafter von Agfa Photo, Hartmut Emans, muss sich der Frage stellen, ob man die Insolvenz nicht hätte verhindern können. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters Andreas Ringstmeier aber sagte, es gebe bislang keine Hinweise auf eine absichtlich herbeigeführte Insolvenz. Allerdings stehe man erst am Anfang der Bestandsaufnahme.
Link: www.agfaphoto.de

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