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DIN-Ausschuss fordert „ehrlichere“ Datenblätter

27.06.2005

Nach einer Mitteilung des Nachrichtendienstes heise.de beklagt der DIN-Normenausschuss "Bild und Film" (NBF) in einem offenen Brief, es sei „seit einigen Jahren gängige Praxis, dass Hersteller elektronischer Geräte die technischen Datenblätter im Sinne des Marketings zweckentfremden“. So würde bei Kompaktdigitalkameras die im Datenblatt vermerkte höhere Auflösung der Bildsensoren in der Praxis kaum noch in einen realen Gewinn an Detailzeichnung umgesetzt. Verbraucher interessiere aber im Datenblatt nicht ein theoretischer Wert, sondern vor allem eine praxisrelevante Darstellung der Geräteeigenschaften. Auf diese Weise werde der Qualitätsbegriff verwässert, was nicht im Sinne der Hersteller sein könnte. Im Brief wird den Kamera- und Scanner-Herstellern die objektive Ermittlung eines praxisgerechten Auflösungswerts nach den ISO-Normen 12233 und 16067 empfohlen. Im Datenblatt könne natürlich weiterhin die Auflösung respektive die Pixelzahl stehen, dann aber unter der Bezeichnung „Abtastrate" oder „Samplerate". Da der ISO-Test einigen Digitalkameras noch Schwierigkeiten bereite, stünden mit der CIPA-Software und dem offiziellen ISO-Chart sowie neuen Verfahren Alternativen zur Verfügung.

Link: www.nbf.din.de

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