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Destatis: PCs und TV werden günstiger, Musikdownloads teurer

13.05.2009

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im April 2009 gegenüber April 2008 um 0,7 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat März 2009 blieb der Index unverändert. Im März 2009 hatte die Inflationsrate bei 0,5 Prozent gelegen. Die Schätzung für April 2009 wurde damit bestätigt.

Im Jahresvergleich günstiger blieb die Preisentwicklung für langlebige Gebrauchsgüter (- 0,2 Prozent). Deutlich geringere Preise wiesen unter anderem Geräte der Informationsverarbeitung (- 13,1 Prozent; darunter Notebook: - 19,0 Prozent) und der Unterhaltungselektronik (- 11,0 Prozent; unter anderem Fernseher: - 25,4 Prozent) auf. Nennenswerte Preisrückgänge waren auch bei der Nachrichtenübermittlung (- 2,7 Prozent; darunter Mobiltelefone: - 8,8 Prozent) und im Bildungswesen (- 5,3 Prozent) zu beobachten.

Sicherlich eine der für Verbraucher ärgerlichsten Preissteigerungen ist auf der anderen Seite die künstliche Verteuerung der Musikdownloads, mit der Apple im iTunes-Store als Zugeständnis an die Musikindustrie begann, und Amazon gleich hinterherzog. Doch wieder einmal hat die Musik-Industrie die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Gut informierte Kreise berichten, dass seit dem Tag der Erhöhung die Umsätze in Musik-Onlinestores, allen voran iTunes, rückläufig sind.

Die Inflationsrate von 0,7 Prozent im April 2009 ist übrigens auf gegenläufige Preisentwicklungen zurückzuführen: Durch die Lage des Osterfestes im April (2008 lag Ostern bereits im März) ergaben sich deutliche Preisanstiege bei Pauschalreisen (+ 16,5 Prozent), Flugreisen (+ 6,9 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (+ 4,0 Prozent) gegenüber dem Vorjahr, die vorübergehend die Inflationsrate im April 2009 erhöhten. Dagegen dämpfte vor allem der ernorme Preisrückgang bei Mineralölprodukten (- 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) weiterhin die Gesamtteuerung.

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