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China-Hightech auf dem Vormarsch

06.10.2005

China setzt mit seinen Hightechprodukten spürbar zum Sprung auf die internationalen Märkte an. Seit Jahresbeginn ist das Absatzvolumen von PCs, Handys und Co. im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent auf knapp 130 Mrd. Dollar geklettert, geht aus Berechnungen des chinesischen Wirtschaftsministeriums hervor. Damit machen Hightechprodukte mit 27,2 Prozent bereits fast ein Drittel des gesamten Exportvolumens des Riesenreichs aus, berichtet das asiatische Branchenportal Digitimes.

Bei der Einfuhr von Hightechprodukten hielt sich China dagegen vergleichsweise zurück. Das Importvolumen in diesem Bereich stieg in den Monaten Januar bis August gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 19,6 Prozent auf gut 120 Mrd. Dollar. Damit sind rund 29 Prozent der Gesamtimporte Hightechprodukte. Bei der Ausfuhr liegen mit einem Volumen von 63,5 Mrd. Dollar (plus 27 Prozent) nach wie vor Computerprodukte an der Spitze. Den höchsten Zuwachs verzeichneten optoelektronische Produkte. Hier konnten die Exporte mehr als verdoppelt werden, allerdings von einem vergleichsweise niedrigen Niveau aus (vier Mrd. Dollar). Bei den Einfuhren steht Elektronik mit einem Volumen von 60,3 Mrd. Dollar (plus 27 Prozent) an erster Stelle.

Die Produkte "made in China" kommen nach der Statistik offenbar am besten in den USA, Europa und Hongkong an. Insgesamt haben diese Regionen einen Anteil von mehr als zwei Drittel am gesamten Exportvolumen. Beim Import von Hightech-Produkten greifen die Chinesen dagegen eher auf die asiatischen Nachbarn wie die ASEAN-Staaten, Japan, Taiwan und Südkorea zurück. Allein die EU kommt dadurch im Handel mit dem Reich der Mitte auf einen Importüberschuss bei den Hightechprodukten von rund 17 Mrd. Dollar.

Dieser Trend spiegelt sich auch in der Außenhandelsstatisik Deutschlands wider. Im abgelaufenen zweiten Quartal dieses Jahres schrumpften die deutschen Exporte nach China nach Zahlen des Statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 16 Prozent auf 4,9 Mrd. Euro. Gleichzeitig stiegen jedoch die Importe aus China um 24 Prozent auf 9,1 Mrd. Euro. Damit hat sich der Importüberschuss im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 4,1 Mrd. Euro nahezu verdreifacht.

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