Die CeWe Color Holding AG weist Vorwürfe zurück, der Vorstandsvorsitzende und Aufsichtsratsvorsitzende hätten die Manipulation des Aktienkurses geplant oder realisiert. "Wir werden Ende Februar eine Gewinnwarnung von 20 Prozent schalten. Wir müssen den Kurs unter 30 Euro ziehen", soll Cewe Color-Chef Rolf Hollander angeblich auf einer Telefonkonferenz mit dem Aufsichtratschef Hubert Rothärmel am 24. Januar gesagt haben. So zitiert das "Handelsblatt" die eidesstattliche Aussage eines Zeugen, der ebenfalls noch in der Leitung gewesen sein will. Der Zeuge ist übrigens Mitarbeiter des Investmentbankers Sebastian Freitag, der die US-Investoren berät. Freitag war am 8. Februar als Aufsichtsrat zurückgetreten, "um sich nicht als Mitwisser selbst haftbar zu machen", schreibt das "Handelsblatt".
Ein unabhängiges Rechtsgutachten, das der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende aufgrund der Schwere der Vorwürfe in Auftrag gegeben hatte, habe die oben genannten Vorwürfe ohne jeden Zweifel entkräftet. Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung um eine Sonderdividende versuchten Einzelne offenbar, durch bösartige Unterstellungen ihre Lage zu verbessern. Bereits die positive Kursentwicklung widerspreche der Behauptung, dass Vorstand und Aufsichtsrat den Kurs negativ manipuliert hätten. Der ehemalige, für die Hedgefonds M2 Capital und K Capital in den Aufsichtsrat entsandte Sebastian Freitag habe schon einmal ähnliche Behauptungen benutzt, um Vorstand und Aufsichtsrat zu drohen und sie damit gefügig zu machen. Dieser durchsichtige Versuch habe aber auch damals nicht zum angestrebten Erfolg geführt. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen jetzt im Übrigen Strafanzeige erstattet.

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