Nach den Turbulenzen des vergangenen Jahres rund um die CeBIT arbeiten die Messemacher an einer "grundsätzlichen Neupositionierung der Messe" von 2008 an. Dies erfuhr die News-Plattform salesbusiness.de aus einem Brief, den die deutsche Messe kürzlich an die Aussteller verschickt hatte. Ziel ist es demnach, das "Erscheinungsbild der Messe" nachhaltig zu verbessern. Für die Unternehmen soll die Effektivität der Messebeteiligung deutlich erhöht werden. Zudem soll das Profil der Messe als "Profimesse" gestärkt werden. Damit wolle sich die CeBIT wieder stärker von der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin differenzieren.
Die Messe in Hannover hatte in den vergangenen Jahren versucht, Unterhaltungselektronik stärker in das Messegeschehen einzubeziehen, und war unter anderem an der gestärkten Position der IFA in der jüngeren Vergangenheit gescheitert. Für erneute Turbulenzen hatte der erfolgreich gestartete Jahresrhythmus der Funkausstellung im vergangenen Jahr gesorgt. Zum Umbau der CeBIT soll gehören, dass die Messe ab 2008 nur noch sechs Tage dauert und dann von Montag bis Samstag stattfindet. 2007 läuft sie noch von Donnerstag bis Mittwoch (15. bis 21. März 2007).
Hintergrund der CeBIT-Krise ist ein rasanter Wandel des Hightech-Marktes, zu dem vor allem ein steigender Kostendruck zählt. Dies könne nicht ohne Auswirkungen auf die CeBIT bleiben, schrieb Messe-Vorstandsmitglied Ernst Raue in dem Brief an die Aussteller. Als globale Leitmesse sei die CeBIT stark von den aktuellen Marktverhältnissen und zukünftigen Entwicklungen in der Computerindustrie sowie der Telekommunikationsbranche abhängig.
Trotz aller Schwierigkeiten dementierte Ernst Raue jetzt die Ende vergangenen Jahres durch die Presse gegangene Nachricht, die Deutsche Messe AG werde wegen des schwachen Cebit-Geschäfts statt eines erwarteten Gewinnes von elf Millionen Euro 2007 sechs Millionen Euro Verlust machen.
„Woher diese Zahlen stammen, ist uns ein Rätsel. Wir wissen doch selbst noch nicht, wie wir in diesem Jahr abschneiden“, so der Messe-Chef gegenüber der WirtschaftsWoche. Hinzu komme, so Raue, dass die Cebit für die Deutsche Messe AG zwar ein wichtiger Umsatz- und Ertragsbringer sei, aber nicht der einzige.

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