Lange wurde spekuliert, wie hart die Wirtschaftskrise die IT-Flaggschiffmesse CeBIT treffen würde. Jetzt musste die Deutsche Messe AG die Katze aus dem Sack lassen: Mit rund 4.300 Ausstellern gibt es in Hannover im Vergleich zum Vorjahr (knapp 5.900 Aussteller) einen Rückgang um 25 Prozent. Allerdings, so die Messe, seien es vorwiegend kleinere asiatische Anbieter, die dieses Jahr der Messe fernblieben.
Doch auch große Zugpferde, um Besucher anzulocken, wie Samsung oder Toshiba, sind auf der CeBIT 2009 nicht zu finden. Damit steht zum Beispiel auch das Stattfinden des virtuellen Sport-Events "World Cyber Games", zu deren Sponsoren Samsung gehörte, in Frage.
Angesichts der Weltwirtschaftskrise seien aber auch 4.300 Aussteller immerhin noch ein Erfolg, so ist aus Hannover zu hören. "Die Hightech-Industrie steht im Vergleich zu vielen anderen Branchen noch recht gut da", meint BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder (Foto). Der Informationstechnologie- und Kommunikationsbranche komme bei der Bewältigung der Krise derzeit eine Schlüsselrolle zu.
"Die CeBIT 2009 wird ein Zeichen gegen die internationale Krisenstimmung setzen", ist sich auch Ernst Raue sicher. "Wir sind mit Blick auf das konjunkturelle Umfeld sehr zufrieden", so der Vorstand der Deutschen Messe AG. "4.300 Unternehmen werden zeigen, dass sie robust dastehen und die Rezession schnell hinter sich lassen wollen." Auf der CeBIT 2009 gehe es mehr denn je um neues Geschäft und um die Entscheidung der Unternehmen, jetzt zu handeln und gestärkt in die Zukunft zu blicken.

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