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Canon/Toshiba: SED-Fernseher später als erwartet

15.05.2006

Toshiba und Canon haben den Marktstart von Flachbildfernsehern mit so genannter SED-Technik (Surface Conduction Electron Emitter Display) offiziell auf das kommende Jahr verschoben. Nach ursprünglichen Plänen sollten die neuen Displays bereits im Jahr 2005 vom Band laufen, gezeigt wurden bislang aber nur Prototypen, etwa während der Canon Expo 2005 in Paris. Während der CeBIT 2006 wurde eingeräumt, es könne weitere Verzögerungen von rund 3 bis 6 Monaten geben. Nun werden die Termine noch weiter nach hinten gerückt: Im Juli 2007 soll die Produktion von 55-Zoll-Displays in SED-Technik auf der konventionellen Toshiba Fertigungsanlage in Hiratsuka City anlaufen. Erste SED-Fernseher mit 1,40 Metern Diagonale sollen im vierten Quartal des Jahres auf den Markt kommen, die volle Massenproduktion auf einer speziell für SED-Panels errichteten Produktionsstraße in Himeji Anfang 2008 erreicht sein.

Die SED-Technik, von Toshiba und Canon gemeinsam zur Marktreife gebracht, vereint die Vorteile des Flach-Fernsehens mit denen des Röhren -TVs (CRT). Wie bei der Röhre wird eine fluoreszierende Schicht im Glas mit Elektronen beschossen, um die einzelnen Bildpunkte zum Leuchten zu bringen. Wegen der Ähnlichkeit zum CRT-Verfahren kann man sich dessen Vorzüge, wie die natürlichen Farben oder die schnelle Reaktionszeit zunutze machen. Wesentlicher Unterschied zum klassischen CRT-Prinzip: Während die Bildröhre nur über eine einzige Elektronen-Kanone verfügt, besitzt bei einem SED-Fernseher jeder Bildpunkt seine eigene "Elektronen-Kanone". Mehr Informationen zum Thema in der kommenden Ausgaben der INPHO.

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