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BIAS: Gesichtserkennung als TV-Fernbedienung

01.04.2010

Eine neuartige Software hat das Berliner Institut für Alltagstaugliche Softwarelösungen (BIAS) entwickelt. Ziel der Feldforscher ist es, mittels einer an einen Fernseher angeschlossenen Digitalkamera das TV-Gerät zu bedienen, und zwar per eines speziellen Gesichtserkennungs-Algorhithmus, der gerade im BIAS entwickelt wird.

Hierbei soll der Nutzer die Möglichkeit haben, der in der Kamera gespeicherten, lernfähigen Software verschiedene Gesichtszüge "beizubringen", beispielsweise um verschiedene Fernsehprogramme aufzurufen. Stimmt das Gesicht vor der Kamera mit dem gespeicherten Muster überein, löst die Kamera aus, und die Software gibt gleichzeitig den entsprechenden Impuls, etwa für ein bestimmtes TV-Programm, an den Fernseher weiter.

Unsere Abbildung zeigt eine Bilderserie aus einem Feldversuch mit Endverbrauchern. Hier hat eine Testperson der Kamera folgende Einstellungen beigebracht: Aufrufen der Fernsehprogramme ARD (links), Tele 5 (2.v.l.), Comedy Central (2.v.r.) sowie KiKa (ganz rechts).

Theoretisch muss der Software-Einsatz nicht auf das TV-Segment beschränkt bleiben. "Im Grunde genommen kann man auf diesem Wege jedes Gerät ansteuern, das über einen USB-Anschluss verfügt", so Konrad Heinemann, Leiter R&D am BIAS.

Über den Zeitpunkt der Markteinführung ist noch nichts bekannt. Die Software ist in einer Beta-Version rund 3.000 deutschen Konsumenten verfügbar gemacht worden. Gegenwärtig ist auch noch unklar, ob es (neben der standardmäßigen Integration in neue Kameramodelle) auch eine Upgrade-Möglichkeit für ältere Digitalkameras geben wird. Da die Materie komplex ist, müsste hier der Fachhandel aktiv werden, um bei Kunden das Upgrade vorzunehmen.

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