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Aufgrund fehlender Unterstützung der Investoren

Woodford will nicht mehr an Olympus-Spitze zurück

06.01.2012

Er wurde Mitte Oktober 2011 urplötzlich gefeuert und hat sich seitdem um Aufklärung von Unstimmigkeiten in den Bilanzen seines ehemaligen Arbeitgebers bemüht: Michael Woodford, Ex-Chef von Olympus. Doch eine Ambition hat der Brite jetzt aufgegeben: Woodford will nicht mehr zurück an die Spitze des Unternehmens.

Als Hauptgrund gab der Manager am Freitag an, ihm fehle die Unterstützung von japanischen Investoren. Diese bräuchte er aber, um - wie ursprünglich geplant - in diesem Frühjahr eine neue Führungsmannschaft für Olympus auf die Beine zu stellen und damit alle an der Bilanzfälschung möglicherweise beteiligten Manager aus dem Rennen zu schicken. Ein weiterer Grund, so berichtet die Financial Times, sei der hohe emotionale Druck, der seit Monaten auf Woodfords Familie laste.

Stattdessen will Woodford jetzt gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber wegen Schadensersatzforderungen zu Gericht ziehen. So sagte er am Freitag, er habe bereits seine Rechtsanwälte in London damit beauftragt.

Für Olympus hofft der Manager, dass im Konzern selbst Kräfte vorhanden sind, um zu einer Gesundung zu führen. Die Hoffnung, dass er dazu aktiv beitragen könnte, hat er aufgegeben. "Ich bin kein Supermann", so Woodford gegenüber der Financial Times. "Ich kann die Meinung in Japan nicht in so einer grundlegenden Weise ändern. Das muss von innen kommen." (Woodford-Foto: Olympus)

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