Status: Nicht angemeldet

Analysten: Messen trifft die Krise hart

09.02.2009

Immer mehr Messeveranstalter bekommen die Turbulenzen der Weltwirtschaft zu spüren. Wie groß die Probleme der verschiedenen Veranstalter sind, ist meist abhängig vom Branchenmix und Rhythmus der Veranstaltung. Vor allem Konsumgütermessen haben es momentan schwer. Messeexperte Norbert Stoek von der Unternehmensberatung Roland Berger rechnet in der Messebranche mit einem Umsatzrückgang von 20 bis 30 Prozent und erwartet, dass die Krise heftiger ausfallen wird, als bisher gedacht. Seine Analyse entspricht ungefähr den Einbußen, die beispielsweise die CES 2009 in Las Vegas Anfang des Jahres hinnehmen musste: Hier waren die Besucherzahlen offiziell von 140.000 auf 110.000 zurückgegangen.

Spannend wird es, wie die CeBIT 2009 (Foto) im kommenden Monat dastehen wird: Die Messe hatte sich in den vergangenen Jahren von "konsumigen" Bereichen verabschiedet und das eigenen Profil wieder hin zu einer Business-Messe geschärft. Der Veranstalter jedenfalls erwartet eine den Umständen entsprechende gute Veranstaltung. "Eine gute CeBIT kann in der derzeitigen weltweiten Stimmung in der Wirtschaft einen wichtigen konjunkturellen Impuls aussenden", so Ernst Raue, CeBIT-Vorstand der Deutschen Messe AG, in Hannover.

Andere Analysten sehen das Thema auch etwas entspannter, so etwa der deutsche Messeverband Auma. Die Vereinigung rechnet maximal mit einem Minus von fünf Prozent. Der Verband europäischer Messen erwartet, dass die Messebranche von den Auswirkungen der wirtschaftlichen Krise erst etwas verspätet, nämlich im zweiten Halbjahr getroffen wird.

zurück zur Übersicht


Aktuelles Heft

MiniLAB Spezial

Einkaufsführer und komplette Marktübersicht über alle in Deutschland angebotenen kompakten Schnelllabors.Übersichtlich in bebilderten Checklisten geordnet. Mit den aktuellen Geräteneuheiten, Informationen zum Markt und zu Fragen rund ums MINILAB-Marketing.

Werbung