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American Express Studie: Händler bleiben optimistisch

30.11.2006

Für das diesjährige Weihnachtsgeschäft rechnen 46 Prozent der europäischen Einzelhändler mit höheren Umsätzen als in 2005. Nur acht Prozent befürchten einen Rückgang. Während lediglich 36 Prozent der Spanier von einem besseren Weihnachtsgeschäft ausgehen, sind es in Deutschland 56 Prozent. „Damit zeigen sich die deutschen Einzelhändler als die optimistischsten im europäischen Vergleich“, sagt Carola Paschola, Vice President bei American Express. Dies ist in erster Linie auf die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung zurückzuführen: 78 Prozent sind davon überzeugt, dass ihre Kunden daher in den Wochen vor der Steuererhöhung mehr als gewöhnlich konsumieren werden.

Positive Erwartungen in Europa für 2007

In Europa antizipieren 50 Prozent der Einzelhändler, dass ihre Umsätze in den nächsten zwölf Monaten im Vergleich zum Vorjahr steigen werden. Nur 18 Prozent gehen von Umsatzrückgängen aus. Besonders selbstbewusst zeigen sich die britischen Händler, von denen 62 Prozent ein besseres Geschäftsjahr erwarten. Bei den Deutschen glauben 58 Prozent an höhere Umsätze. Immerhin 30 Prozent rechnen mit gleich bleibenden und lediglich zwölf Prozent mit niedrigeren Umsätzen. Demgegenüber zeigen sich die Franzosen eher pessimistisch: nur 30 Prozent gehen von einem Aufschwung aus. Die Ergebnisse des Retail Monitors bestätigen die zunehmende Bedeutung des Vertriebskanals Internet. 68 Prozent der europäischen Händler sehen hier für 2007 die größten Wachstumschancen.

Kunden sind informiert und wertorientiert

Der Prozess der Informationsgewinnung, also die Phase, in der Kunden Informationen sammeln und Angebote vergleichen, nimmt einen immer größeren Einfluss auf den eigentlichen Kaufakt. 32 Prozent aller Händler halten diese Phase für den entscheidenden Teil des Einkaufserlebnisses. In Deutschland sprechen sogar 40 Prozent der Händler dem Informationsprozess die größte Bedeutung zu. In Italien sind es nur 24 Prozent, als wichtigste Phase wird hier der Bummel im Geschäft bezeichnet (41 Prozent). Trotz dieses zunehmend besser informierten und wertorientierten Verbrauchers scheint sich die Mehrheit der europäischen Händler ihrer Kundschaft relativ sicher. Immerhin 58 Prozent der europäischen Einzelhändler halten ihre Kunden für loyal. Als größte Konkurrenz nennen 32 Prozent die Geschäfte in der Fußgängerzone. Bei den deutschen Händlern teilen 38 Prozent diese Ansicht – lediglich zehn Prozent sehen in Supermärkten die größten Wettbewerber und liegen damit weit unter den europäischen Durchschnittsangaben (22 Prozent).

Über die Studie

American Express befragte im Herbst 2006 insgesamt 250 Einzelhändler aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien zu ihren Konjunkturerwartungen, ihrer Geschäftsstrategie sowie zu aktuellen Trends und Entwicklungen ihrer Branche. In die Studie einbezogen wurden Einzelhändler, deren Jahresgesamtumsatz mindestens 35 Millionen Euro beträgt. Dazu gehören sowohl reine Filialhändler als auch Online- und Kataloganbieter sowie Anbieter von mehreren Vertriebskanälen. Bei der Befragung wurden folgende Branchen berücksichtigt: Lebensmittel, Bekleidung, Gesundheit und Kosmetik, Möbel und Haushaltswaren, Elektronik und Telekommunikation, Heimwerker und Garten sowie Kaufhäuser. Durchgeführt wurde die Studie von Loudhouse Research.

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