Auch wenn sich bis zum Montag, den 17. Oktober 2005, kein Investor für die insolvente AgfaPhoto finden sollte, steht das Unternehmen nicht gleich vor dem endgültigen Aus. In einem Gespräch mit INPHO hat der Sprecher des Unternehmens, Thomas Schulz, diese in einem Onlinedienst aufgestellte Behauptung relativiert. Es sei zwar damit zu rechnen, dass je länger die Suche nach einem Investor dauere, einzelne Produktionsteile ihre Fertigung einschränken bzw. einstellen müssten. Dieses jedoch werde ein schleichender Prozess. Keinesfalls sei damit zu rechnen, dass weitere Verzögerungen bei der Investorensuche zu einem unmittelbar bevorstehenden Kollaps des Gesamtunternehmens führen würden. Sollte der einzig verbliebene Interessent, die britische Photo Me-Gruppe, bis Montag noch kein verbindliches und akzeptables Angebot vorgelegt haben, könnte der Zuschlag an einen oder mehrere Investoren „aus der zweiten Reihe“ erfolgen. Neben dem japanischen Unternehmen Fujifilm, das Interesse am Großfinishing-Bereich von AgfaPhoto signalisiert hat, gäbe es noch eine Menge weiterer möglicher Kandidaten, die an Teilbereichen von AgfaPhoto interessiert seien, die Verhandlungen zwischen AgfaPhoto und Photo Me aber zunächst nicht behindern wollten. Zur Entwicklung im Streit um die Markenrechte, welcher die Verhandlungen blockiert und für den Rückzieher eines potenziellen Finanzinvestors gesorgt hat, konnte Thomas Schulz noch keine Einigung vermelden.

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