Dr. Andreas Ringstmeier, Insolvenzverwalter von Agfa Photo, will den Fotomaterialhersteller nach eigener Mitteilung binnen drei Monaten sanieren. Trotz der finanziellen Unterstützung seitens der ehemaligen Mutter Agfa-Gevaert (Inphonews berichtete) lässt sich nach Ringstmeiers Ansicht aber ein Personalabbau nicht verhindern. Auch die Zerschlagung des Herstellers von Fotofilmen, -papieren, -chemie und Labormaschinen wird immer wahrscheinlicher. Mittlerweile sind die ersten Interessenten für eine zumindest teilweise Übernahme des Unternehmens in Sicht.
Nach Angaben des Insolvenzveralters benötigt Agfa Photo 50 bis 60 Millionen Euro frisches Kapital zur Sanierung. Diese Aufgabe will Ringstmeier schnell angehen. Bis Anfang August müsse das Unternehmen wieder solide aufgestellt sein, denn die Löhne seien nur bis Juli gesichert. Ein Sanierungskonzept gebe es aber noch nicht.
Seit der Bekanntgabe der Insolvenz am vergangenen Freitag war der geschäftsführende Gesellschafter von Nanno, Hartmut Emans, in die Schusslinie geraten. Emans, der mittelbar 55 Prozent an Agfa Photo kontrolliert, soll laut Handelsblatt „hunderte Millionen Euro aus dem Unternehmen gesogen haben“. Die ehemalige Mutter Agfa-Gaevert hatte die Tochter mit einer Mitgift von 372 Millionen Euro versehen, über deren Verbleib bis heute keine Klarheit herrscht.
Link: www.agfaphoto.de

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