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Agfa Photo: Emans schlug Bürgschaft aus

06.06.2005

Kurz bevor der Insolvenz-Antrag von Agfa Photo beim Kölner Amtsgericht einging, machte Aufsichtsratsmitglied Frank Löllgen dem Hauptinvestor Hartmut Emans das Angebot, eine Bürgschaft des Landes für das angeschlagene Unternehmen zu beschaffen. So berichtet der Kölner Stadtanzeiger in einer aktuellen Ausgabe. Nach Angaben von Löllgen waren Verhandlungen zwischen Agfa Gevaert und Herrn Emans um hohe Außenstände in beiden Richtungen „festgefahren“: „Ich dachte, jetzt muss man mit dem gesunden Menschenverstand an die Sache heran gehen“, zitiert der Stadtanzeiger das Aufsichtsratsmitglied. Sein Angebot sei aber von Hartmut Emans, dem Hauptinvestor bei Agfa-Photo, abgelehnt worden.

Wie jetzt bekannt geworden sei, wurde schon länger überlegt, aus der Filmproduktion auszusteigen. Noch Mitte Mai sei Agfa-Photo-Geschäftsführer Eddy Rottie nach Japan gereist, um dort über die Lieferung von Rohfilm zu verhandeln. Agfa hätte dann fremde Filme – von Fuji oder Konica – unter eigenem Label vermarktet. Allein der Ausstieg aus der Filmherstellung würde am Hauptsitz 200 Jobs kosten. Auch der Ausstieg aus der Papierherstellung ist inzwischen möglich, was den Wegfall weiterer 300 Arbeitsplätze bedeuten würde. Was die ganze Angelegenheit besonders delikat macht: Fachleute bei Agfa-Photo gehen davon aus, dass ein Sozialplan in der Insolvenz nur rund zehn Prozent dessen kosten würde, was früher aufgewandt wurde: Alle bisherigen Sozialpläne wurden mit hohen Abfindungen und unter Einschaltung von Transfer-Agenturen abgewickelt.

Link: www.agfaphoto.de

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