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Agfa-Insolvenz: Ringstmeier erhebt schwere Vorwürfe

16.01.2007

Nach Mitteilungen des Handelsblatts erhebt der Kölner Insolvenzverwalter Andreas Ringstmeier anderthalb Jahre nach der Pleite der Traditionsfirma Agfa-Photo schwere Vorwürfe gegen Agfa-Gevaert. Demnach haben die Belgier ihrer Leverkusener Tochter Millionen vorenthalten. "Gevaert hat von Agfa-Photo Lieferungen im Wert von rund 55 Millionen Euro erhalten, ohne dafür zu bezahlen“, so Ringstmeier gegenüber dem Handelsblatt. Die ehemalige Muttergesellschaft versuche damit offenbar, eigene Risiken auf die Insolvenzgläubiger abzuwälzen. Nun zieht Ringstmeier vor Gericht. Der Insolvenzverwalter will Agfa-Gevaert auf die volle Summe verklagen. "Der Gläubigerausschuss hat dazu vor wenigen Tagen grünes Licht gegeben." Weil Agfa-Gevaert sich aber weigere, die Fälle zu bündeln, müsse man rund um die Welt gegen 35 Ländergesellschaften vorgehen. Für die Gläubiger bedeute dies einen erheblichen Kostenmehraufwand. Zu ihnen zählen neben Mitarbeitern und Lieferanten vor allem die Bundesagentur für Arbeit und der Pensionssicherungsverein.

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